Segeltörn auf der Avatar, schnorcheln am Great Barrier Reef und Whitsunday Inselparadies!

Segeltörn auf der Avatar, schnorcheln am Great Barrier Reef und Whitsunday Inselparadies!

Um einen Teil der 74 Inseln der Whitsunday Islands zu erkunden, entscheiden Thomas und ich uns für einen Segelturn auf dem Trimaran „Avatar“ mit zwei Übernachtungen auf dem Wasser. Gemeinsam mit 23 anderen internationalen Gästen aus aller Welt (USA, Dänemark, Spanien, Schottland aber auch ein paar Australiern) legt das beeindruckende Boot um 11:00 Uhr von Airlie Beach ab und unser Tripp kann beginnen. Kurz nach dem Start werden die Segel gesetzt und mit reiner Windkraft gelangen wir zu unserem ersten Schnorchelplatz an einem wunderschönen Teil des Great Barrier Reefs. An Board bereitet die Crew – bestehend aus Alex, Ethan und Milja – für uns ein Mittagessen zu und danach werden wir mit dem Beiboot zum Riff gebracht und können immer in Zweier-Paaren (jeder hat eine/n Schnorchelbuddy) und einem Quallen-Schutzanzug selbständig das Korallenriff erkunden. Die Eindrücke sind wirklich spektakulär und es fehlen mir zum Teil die Worte diese Naturschönheit zu beschreiben. Das Riff mit den Korallen leuchtet in allen Farben, es tummeln sich unzählige Fische und Meerestiere in allen Farben und Formen im Riff und wir lassen uns schwerelos über dieses Weltwunder mit der Strömung treiben. Ich kann mich gar nicht sattsehen und könnte Stunden hier im Wasser verbringen. Man fühlt sich ganz ruhig und kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Gegen späten Nachmittag werden wir wieder abgeholt, es geht zurück auf die Avatar und weiter bis zu einer ruhigen Bucht für die Nacht. Hier ist das Baden verboten – wir befinden uns im Haigebiet und es gab hier in der Vergangenheit auch schon tödliche Haiattacken von Bull Sharks. Unser Skipper Alex versucht ein paar Haie mit den Überbleibseln vom Abendessen anzulocken, aber leider vergeblich, sie mögen vielleicht keinen Eintopf mit Kartoffelpüree. Zum Abendessen gibt es eine Weinbegleitung in Form von feinstem Goon (Wein in 2-4L Säcken, die jeder selber mitgebracht hat).

Die Nacht verbringen wir aufgeteilt auf unterschiedliche Schlafplätze an Board. Thomas und ich haben einen der begehrten zweier Pods ergattert. Die Kojen sind jedoch eher klein und eng und in der Nacht ist es sehr warm – wir befinden uns in tropischem Klima. Am nächsten Morgen werden wir vom Starten des Motors um 06:00 Uhr geweckt. Es gibt Frühstück und wir sind schon wieder mit voller Fahrt auf dem Weg zum nächsten Stopp, dem wunderschönen und sehr bekannten Whitehaven Beach. Die Whitsunday Islands sind bekannt für die wunderschönen weißen Strände und das klare blaue Wasser. Der Sand auf den Whitsunday Inseln besteht zu 98.9% aus Kieselsäure, eine naturwissenschaftliche Besonderheit und unser Skipper erzählt uns, dass sogar die NASA in den 1970er Jahren Sand von den Whitsunday Inseln dafür verwendet haben soll, um das Glas des Hubble Teleskops herzustellen – eine faszinierende Vorstellung, dass ein Teil dieses weißen Sandstrands jetzt im Weltall schwebt. Wir werden mit dem Beiboot an Land der Whitsunday Island gebracht und der erste Weg führt uns zum Aussichtspunkt– hier haben wir einen fantastischen Ausblick auf die von der Ebbe gezeichnete wunderschöne Landschaft mit malerischen Sandstränden und türkisblauen Wirbeln. Da wir ganz in der Nähe mit dem Boot übernachtet haben, sind wir die ersten Touristen und können den Anblick in Ruhe aufsaugen. Danach geht’s zum Strand und rein in die Quallenschutzanzüge, damit können wir auch hier ins Wasser gehen. Wir sehen unzählige Stachelrochen in Strandnähe und auch einige kleine Zitronenhaie, die für Menschen ungefährlich sind und auch schnell von uns fliehen. Nach ein paar Stunden am Strand geht es zurück an Board und uns erwarten noch zwei weitere Schnorchelausflüge an besonderen Stellen des Great Barrier Reefs – beim ersten Stopp in der Mantarey Bay schwimmen wir mitten in einem Schwarm von Fledermausfischen und Napoleon-Lippenfischen – der größte und das einzige Männchen davon heißt George und kommt direkt zum Boot, er weiß, dass es Futter gibt. Alex erzählt uns, dass George bis zu 25 Jahre alt werden kann. Wenn er stirbt, wird das dominanteste Weibchen in seinem Schwarm zu einem Männchen und damit Georges Nachfolger.

Beim nächsten Schnorchelspot ist das Riff an sich der Höhepunkt – es ist noch farbenfroher als das erste und beheimatet irrsinnig viele Fischarten, es ist eine faszinierende Unterwasserwelt und auch hier erkunden wir das Riff auf eigene Faust. Die Zeit vergeht wie im Flug und als man uns wieder zurück zum Boot bringt, bin ich eine Zeit lang sprachlos von den vielen wunderschönen Eindrücken. Auf dem Weg zu unserem Schlafplatz gibt es noch eine live-Fütterung von Weißbauch-Seeadlern durch unseren Skipper. Er hat Bio-Fleisch vom Metzger dabei, dass er in die Luft wirft und noch im Flug von den Adlern gefangen und gefressen wird. Falls mal ein Stück Fleisch im Wasser landet, findet sich sofort eine Möwe, die zu Stelle ist. Diese wird dann allerdings sofort zur Zielscheibe der Adler und es kommt zur Verfolgungsjagd – allerdings entkommt die Möwe siegreich, Glück gehabt!

Zum Abendessen gibt es Spaghetti Bolognese und wir sind alle ausgehungert vom langen und aktiven Tag, es schmeckt super. Am Abend erzählt uns Alex und die Crew noch von den Inseln und ihre Erlebnisse, die Stimmung an Board ist locker und alle unterhalten sich und tauschen Erfahrungen und Reisetipps aus. Ich kann auch unsere australischen Bekanntschaften zu einigen Themen befragen und es ist sehr interessant ihre Perspektive zu hören. Ein wunderschöner Tag geht zu Ende und in dieser Nacht verbringe ich einige Stunden an Deck unter dem Sternenhimmel, bevor es zu kalt wird und ich zurück in den Pod klettere. Am nächsten Morgen geht es zurück nach Airlie Beach und der Segeltrip ist zu Ende, wir beide sind immer noch hin und weg und brauchen noch einige Zeit um alle Eindrücke zu verarbeiten. Definitiv ein Highlight auf unserer Ostküstenreise!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle deine Website mit WordPress.com
Jetzt starten
%d Bloggern gefällt das: