Die Reise geht weiter – eine Nacht im australischen Gefängnis und tierische Begegnungen in Western Australia

Die Reise geht weiter – eine Nacht im australischen Gefängnis und tierische Begegnungen in Western Australia

Liebe Familie, FreundInnen und ReiseblogleserInnen!

Nach der unfreiwilligen Corona-Pause geht es nun endlich weiter mit unserer Reise – vielen Dank für eure lieben Nachrichten und Genesungswünsche, wir haben uns sehr gefreut! Nachdem Thomas das positive Testergebnis erhalten hat, mussten wir uns beide für 7 Tage in Quarantäne begeben, zu unserem großen Glück hatten unsere neuen australischen Bekannten Frieda und Martin ein Apartment frei. Die beiden haben uns mit großer Herzlichkeit aufgenommen und wir konnten bei ihnen unsere Isolation verbringen. Sie waren unsere Retter in der Not, die Hotels waren in der Osterzeit in Cairns fast ausgebucht und so konnten wir in Ruhe gesund werden – Martin ist ein ehemaliger Küchenchef und wir wurden (wie im Top-Restaurant) mit gutem Essen verwöhnt und bekocht. Leider hat es mich dann zwei Tage nach Thomas‘ positivem Testergebnis auch erwischt. Wir beiden hatten ähnliche Symptome (Kopfschmerzen, Halsschmerzen und Husten), bei mir kam dann noch der Geschmacksverlust dazu. Alles in allem haben wir je 2-3 Tage viel geschlafen und dann ging es zum Glück schon wieder aufwärts, also ein milder Verlauf würden wir sagen. Zwischendurch bekamen wir noch einen Krankenbesuch von unseren Freunden Anna und Riccardo aus London – sie verbringen gerade ihre Hochzeitsreise in Australien und unser Aufenthalt in Cairns überschneidet sich – mit Maske und Abstand freuen wir uns sehr über ihren Besuch. Nach der Quarantänezeit und sobald wir ein negatives Testergebnis hatten, konnten wir noch ein paar Tage mit Frieda und Martin verbringen – beide über 80, vor 50 Jahren aus Österreich ausgewandert und haben ein bewegtes und sehr interessantes Leben hinter sich. Beim gemeinsamen Rummy und Skipbo-Spielen haben wir eine schöne Zeit mit ihnen verbracht und durch diese Fügung zwei herzliche Menschen kennengelernt, wir werden ihre Hilfsbereitschaft nie vergessen.

Diese Woche Donnerstag konnten wir dann unsere Reise vorsetzen und wir sind mit dem Flugzeug an die Westküste nach Perth geflogen. Hier hat uns dann eine Freundin von Frieda und Martin beim Flughafen abgeholt und wir konnten eine Nacht bei ihr verbringen. Es hat sich alles sehr gut ergeben und auch sie hat uns von ihrem Leben hier in Australien erzählt – sie betreibt ein Yoga-Studio in Perth und ist vor 25 Jahren aus Wien nach Australien ausgewandert. Perth ist für sie zu Hause und sie hat uns einige Tipps für unseren Aufenthalt mitgegeben. Am Vormittag sind wir dann mit unseren Rucksäcken bepackt durch Perths Stadtzentrum spaziert und mit dem Zug in den Vorort Fremantle gefahren – eine ehemalige Sträflingskolonie und heute ein buntes, kreatives und relaxtes Städtchen. Hier ist unsere Unterkunft für die Nacht eine Gefängniszelle im ehemaligen Fremantle Prison, das zur Jugendherberge umgebaut wurde. Es ist eine wirklich besondere Unterkunft mit ganz spezieller Atmosphäre. Wir lassen unser Gepäck im Gefängnis und erkunden das überschaubare Stadtzentrum zu Fuß. Unser erster Stopp sind die Fremantle Markets, mit bunten Obst- und Gemüseständchen, vielen verschiedenen Essensmöglichkeiten und KunstausstellerInnen. Weiter geht es durch die Innenstadt am Cappuccino-Strip entlang, gesäumt mit vielen Cafés und italienischem Flair. Wir machen eine Kaffeepause im Park, bevor wir am Strand entlang spazieren und uns am Hafen mit Fisch and Chips stärken. Als Dessert gönnen wir uns noch ein Eis und ich bin sehr froh, dass auch mein Geschmackssinn wieder zurückkommt. Das Wetter ist traumhaft schön, strahlend blauer Himmel und angenehme 20 Grad.

Wir genießen die Atmosphäre in der Stadt und unsere wiedergewonnene Freiheit und stoßen in einer Brauerei bei einer Bierverkostung auf unsere Gesundheit an – ich bin sehr erleichtert, dass es uns beiden wieder so gut geht. Ohne Gesundheit ist alles andere nicht mehr wichtig. Danach geht’s zurück ins Gefängnis, unsere Zweier-Zelle wartet auf uns.

Am nächsten Morgen startet unser einwöchiges Campingabenteuer und wir holen in Perth unseren Campervan für die Woche ab – es ist dasselbe Modell wie Uluru, nur mit ein bisschen weniger Komfort. Unser erster Halt außerhalb von Perth ist Penguin Island – eine Insel auf der Pinguine, Möwen, Pelikane und Seelöwen beheimatet sind. Wir werden mit einer Fähre zur Insel gebracht und können nach der Pinguin-Fütterung auf eigene Faust die Insel erkunden. Am Nachmittag gibt es dann noch eine geführte Rundfahrt mit einem Boot durch den Shoalwater Island Marine Park. Hier leben ca. 200 Delfine, leider bekommen wir aber heute keinen vom Boot aus zu sehen. Dafür sehen wir einen „Osprey“ Fischadler, Whisteling Kites (Habichte) und viele nistende Vögel auf den verschiedenen Inseln.

Nach der Tour geht’s weiter mit dem Auto Richtung Süden und zum Campingplatz für die Nacht. Der Tag belohnt uns noch mit einem wunderschönen Sonnenuntergang und wir schlafen müde und zufrieden sehr früh ein. Es liegt jetzt noch 1/3 unserer Reisezeit vor uns und wir sind gespannt und voller Entdeckungsfreude nach der Unterbrechung, was uns noch alles erwarten wird. Bis bald!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle deine Website mit WordPress.com
Jetzt starten
%d Bloggern gefällt das: