Es geht hoch hinaus in die Baumkronen, Besuch auf Rottnest Island und Stadtbesichtigung in Perth – unsere letzten Tage in Australien

Es geht hoch hinaus in die Baumkronen, Besuch auf Rottnest Island und Stadtbesichtigung in Perth – unsere letzten Tage in Australien

Am nächsten Morgen werden wir im Campervan vom mittlerweile sehr vertrauten Schrei des Laughing Kookaburra Vogels geweckt – er beginnt meist schon bei Morgendämmerung mit seinem Lachen und ist unser natürlicher Wecker. Auch beim Frühstück bekommen wir Besuch von gefiederten Kollegen, eine Horde Papageien will etwas von unserem Frühstück abbekommen und wir werden weich, ein Stück Birne bekommen sie von uns. Nach dem Frühstück geht es direkt zum ersten adrenalinreichen Abenteuer für den Tag – der Gloucester Tree in Pemberton. Es ist ein 58 Meter hoher Karribaum und der welthöchste Baum zur Brandbeobachtung. Durch die angebrachten Metallsprossen ist es für Besucher möglich bis zur Aussichtsplattform auf der Spitze zu klettern. Es geht steil hinauf und man darf definitiv keine Höhenangst haben – wenn man runter schaut, wird einem schon mulmig. Mit ein wenig Überwindung schaffen wir es bis ganz nach oben und wir haben einen spektakulären Ausblick über die Baumkronen des Karri-Waldes.

Auch unser nächster Stopp führt uns in luftige Höhen, wir besuchen das Valley of the Giants – ein Wald voll mit 400 Jahre alten Tingle-Trees (eine Art Eukalyptusbaum). Hier wurde ein Tree Top Walk errichtet und man kann bequem zu Fuß in 40 Meter Höhe durch die Baumkronen spazieren. Diese Baumart gibt es nur hier im Südwesten von Australien und es ist eine besondere Perspektive, so hoch über dem Waldboden.

Weiter geht es an die Küste, die Green Pools und der Elephant Rock sind unser nächstes Ziel. Da es gerade ein wenig geregnet hat, bekommen wir eine spektakuläre Stimmung zu sehen: türkisblaues Wasser, majestätische Felsbrocken in der tosenden Brandung und ein paar Sonnenstrahlen, die die Wolken durchbrechen. Ein schöner Abschluss dieses aktiven Tages! Die Nacht verbringen wir in Albany an einem Campingplatz. Nach dem Abendessen sind wir beide erschöpft – den Muskelkater werden wir erst am nächsten Tag spüren.

Am nächsten Morgen fahren wir in Albany zum Torndirrup National Park, ein Naturjuwel mit wunderschöner Küste. Hier wurde an einem besonderen Ort der Aborigines eine Aussichtsplattform errichtet, die über die Felsen hinausragt. Das Wasser ist auch hier tiefblau und bricht an den Felsen mit enormer Kraft. Ebenfalls gibt es hier eine natürliche Brücke aus Granit, sie wurde durch Verwitterung und die Brandung geformt. Wir lassen diesen wunderschönen Ort noch auf uns wirken, bevor es mit dem Auto zurück Richtung Perth geht. Auf dem Weg kommen wir mit dem Auto noch in ein Gebiet mit Waldbrand. Die Feuerwehr ist zur Stelle und es wirkt alles unter Kontrolle. Auch das gehört zur australischen Vegetation dazu und wir sind nicht sicher, ob der Brand nicht sogar kontrolliert gelegt wurde (wie es in manchen Nationalparks praktiziert wird, um den Zyklus der Vegetation zu ermöglichen).

Zurück in Perth geben wir unseren gemieteten Campervan ab und checken in unser Hotel im Stadtzentrum für zwei Nächte ein. Wir haben am nächsten Tag einen Ausflug zur nahegelegenen Insel Rottnest Island (ca. 30 Minuten mit der Fähre von Perth) geplant und sind beide schon sehr gespannt, was uns erwartet. Am nächsten Morgen geht’s sehr früh los zur Fähre, die uns auf die Insel bringt. Auf der Insel gibt es keine Autos, nur Busse und viele Fahrräder. Auch wir haben uns Fahrräder für den Tag ausgeborgt und erkunden die Insel per Rad. Gleich nach Ankunft auf der Insel treffen wir in der kleinen Siedlung Thomson Bay auf die Stars der Insel – Quokkas, kleine Kurzschwanzkängurus, leben hier ohne natürliche Feinde und sind sehr zutraulich. (Auf dem Festland von Australien gibt es nur noch kleine Populationen, auf Rottnest Island lebt hingegen eine Kolonie von 10-12.000 Tieren). Die Quokkas lassen sich bereitwillig fotografieren und kommen auch ganz neugierig auf einen zu. Einer legt seine kleinen Pfoten auf mein Bein und zeigt Interesse an meinen Haaren. Auch wenn sie noch so niedlich sind, man darf sie weder füttern noch streicheln, es sind immer noch Wildtiere.

Mit dem Fahrrad setzen wir die Erkundungsfahrt rund um die Insel fort und wir werden von einer wunderschönen Landschaft und Küste erwartet – eine Bucht nach der anderen ist traumhaft schön und so verbringen wir den Tag mit kleinen Wanderungen, Radfahren und zwischendurch Quokkas fotografieren. Trotz eher gemäßigter Temperaturen gönnen wir uns auch eine kleine Abkühlung im Wasser – die Strände sehen einfach zu einladend aus. Auch eine kleine Giftschlange zeigt sich uns, diesmal aus etwas Entfernung. Zum Abschluss machen wir noch eine Kaffeepause bei einer Bäckerei und können dabei beobachten, wie überall Touristen am Boden liegen und versuchen begehrte Quokka-Selfies zu machen.  Um 16:00 Uhr geht unsere Fähre zurück ans Festland.

Da die Westküste bekannt ist für ihre spektakulär schönen Sonnenuntergänge verbringen wir den Abend mit einem Getränk aus dem Bottle Shop am Strand und werden nicht enttäuscht. Zum Abendessen machen wir einen Abstecher nach Chinatown und stärken uns nach dem sportlichen Tag mit köstlichem asiatischem Essen.

Unser letzter Tag in Australien verbringen wir im Stadtzentrum von Perth, wir starten mit einer Kunst-Tour durch die Innenstadt und bekommen viele interessante Informationen zur öffentlichen Kunst in Perth, auch hier gibt es viele Murals und Street Art. Nach einem Spaziergang durch den Hafen besuchen wir den Botanischen Garten von Perth, mit einer tollen Sicht auf die Stadt bei strahlendem Sonnenschein. Auch ein Abstecher zum bekannten blauen Bootshaus steht am Programm, bevor es zurück in die Innenstadt geht. Gegen Abend essen wir in einem kleinen japanischen Restaurant und dann geht es schon los Richtung Flughafen – unser nächstes Ziel ist Singapur.

Es ist ein wenig traurig, dass unsere Zeit in Australien schon zu einem Ende gekommen ist, andererseits freuen wir uns auch auf eine andere Kultur und das Eintauchen in etwas Unbekanntes und sind gespannt, was uns noch alles erwartet. Australien wird uns jedenfalls sehr eindrucksvoll in Erinnerung bleiben, angefangen von der landschaftlichen Schönheit des Landes, die vielen interessanten Tierbegegnungen und auch die herzlichen Menschen, die wir auf unserer Reise kennenlernen durften. Bis bald!

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