Welcome to Singapore! Beeindruckender Inselstaat und multikulturelle moderne Millionenstadt mit spannender Geschichte – wir tauchen ein in eine neue Welt

Welcome to Singapore! Beeindruckender Inselstaat und multikulturelle moderne Millionenstadt mit spannender Geschichte – wir tauchen ein in eine neue Welt

Der Flug von Perth nach Singapur verläuft ohne Probleme und auch die Einreise klappt überraschend einfach – seit 01. Mai sind keine Covid-Tests vor der Einreise oder nach Ankunft mehr nötig, unser Impfzertifikat haben wir bereits im Vorhinein hochgeladen und validiert, jedoch scheint es am Flughafen niemanden mehr groß zu interessieren. Innerhalb weniger Minuten sind wir offiziell in Singapur eingereist, bis auf den Pass wurde nichts weiter überprüft. Wir sind erleichtert, dass es so gut geklappt hat, man weiß ja nie in diesen Zeiten ob nicht doch noch ein Dokument gefehlt haben könnte. So stehen wir am morgen um 04:00 Uhr am Flughafen in Singapur, werden von der 30 Grad heißen und sehr schwülen Luft fast umgehauen und fahren mit einem Taxi zum Hotel. Glücklicherweise lässt uns der nette Rezeptionist bereits so früh für die nächste Nacht einchecken und wir machen noch einen kurzen Powernap.

Nach einem großen englischen Frühstück verbringen wir den ersten Tag in Singapur mit einer Stadtbesichtigung auf eigene Faust und größtenteils zu Fuß. Die 5 Millionen Einwohnerstadt Singapur wurde bereits bei der Stadtplanung in unterschiedliche Viertel aufgeteilt und diesen Einfluss sieht man heute noch im Stadtbild – von Chinatown über Little India bis zum rasterförmigen Geschäftsstadtzentrum mit Wolkenkratzern ist alles dabei. Wir sind beeindruckt von der modernen Großstadt und der extravaganten Architektur – ganz besonders ins Auge sticht das Hotel Marina Bay Sands. Es wurde auf Grund von Platzmangel auf einer künstlich aufgeschütteten Landmasse in nur 4 Jahren errichtet (in 24 Stunden Arbeitsschichten auf der Baustelle) und beheimatet den weltweit größten Infinity-Pool mit 150 Metern Länge auf dem 57. Stockwerk der 3 Türme. Neben der Architektur der Gebäude fällt ebenfalls auf, dass Singapur ein wahrer Schmelztiegel von verschiedenen Kulturen und Glaubensrichtungen ist. So ist es nicht ungewöhnlich, dass Mitten in der Stadt ein Buddhistischer Tempel neben einer Mosche oder einer christlichen Kirche zu finden ist. Auch bekommen wir den Eindruck, dass in der Bevölkerung viel Toleranz für Unterschiede vorhanden ist, wir als Touristen fallen hier auch nicht sonderlich auf. Wir spazieren an der Esplanade entlang und treffen auf die Merlion-Statue (Mischung aus Meerjungfrau und Löwe), ein Fabelwesen und Symbol für Singapur (Singapur heißt übersetzt Stadt der Löwen). Nach einer Pause in einem netten Lokal am Nachmittag – das ungewohnte Klima und die Hitze machen uns ganz schlapp, man schwitzt durchgehend – geht es weiter durch die Innenstadt und durch die engen Gassen von Chinatown. Aus jeder Ecke kommen herrliche Gerüche nach traditionellem und modernem Essen. Allgemein riecht es in der ganzen stand nach fabelhaftem Essen und ich würde mich gerne durch alles durchprobieren. Gegen Abend fahren wir mit der selbstfahrenden U-Bahn zurück Richtung Hotel.

Auf dem Heimweg besuchen wir noch eines der vielen großen und prunkvollen Einkaufszentren auf der bekannten Orchard Road. Hier reiht sich ein Shopping Tempel an den anderen. Von Prada über Gucci bis Rolex – sämtliche Luxusmarken sind prominent vertreten. Beim Betreten der Malls schlägt uns jedes Mal die eisige Luft der Klimaanlage ins Gesicht, der Kontrast mit der Außentemperatur ist krass und so verlassen wir die Shopping Tempel nach erfolgreichem Kauf eines Reiseführers für Singapur und Malaysien gerne wieder. Thomas gönnt sich noch ein Durian-Eis in einer Waffel von einer traditionellen Stand-Verkäuferin. Ich bin kein Fan der stinkenden Frucht und überlasse ihm das Eis nach einem Probebiss gerne.

Am nächsten Morgen geht es sehr früh los, wir haben eine geführte Stadtbesichtigung per Fahrrad gebucht. Unser Guide Fred ist Singapurer und kann uns sehr vieles zu seiner Stadt und der Geschichte erzählen. Es ist eine super interessante Tour und wir können ihn vieles fragen – von der erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung Singapurs über die Sicherheitspolitik und das politische System des Landes bis zur Kultur und der ausgeprägten Leistungsgesellschaft in Singapur – er weiß auf alles eine Antwort und bringt uns damit die Stadt auf eine sehr sympathische Weise näher. Mit dem Fahrrad ist es auch angenehmer die Stadt zu erkunden, man kommt leichter voran und sieht so sehr viel. Auch mit dem Wetter haben wir laut Fred Glück, es ist bedeckt und die Sonne scheint nicht, ansonsten ist das Fahrradfahren auf Grund der Hitze kaum auszuhalten. Die Route führt uns vom Formel1-Ring, ins Stadtzentrum, durch Chinatown, vorbei an buddhistischen Tempeln, einer Moschee, hippen Bars und Kaffees, einer Ausgehmeile und auch traditionellen Essenständen die wieder mal herrlich duften. Wir fahren an riesigen Wolkenkratzern vorbei und direkt danach an den kleinen Essensständen mit Plastikstühlen – ein faszinierender Kontrast. Als kleine Stärkung zwischendurch bekommen wir einen frisch gepressten Zuckerrohrsaft und Samosas in Little India. Ich bin begeistert von der Tour, auf diese Art können wir in die faszinierende Welt von Singapur eintauchen und vieles Neues entdecken.

Nach der Halbtagesfahrradtour folgen wir der Empfehlung von Fred und gehen am Nachmittag ein klassisches Singapurer Gericht essen, Reis mit Hühnchen. Klingt etwas uninteressant… und war es dann auch. Allerdings sitzen wir hier als einzige Touristen umgeben von Einheimischen die tatsächlich alle Reis mit Huhn essen – auch wenn es andere Gerichte auf der Karte gäbe. Danach machen wir uns im Hotel etwas frisch und ziehen uns um. Gegen Abend fahren wir mit der U-Bahn wieder ins Stadtzentrum und besuchen die Aussichtsplattform auf dem Marina Bay Sands Hotel. Vom 57. Stock aus hat man einen spektakulären Blick auf die Skyline von Singapur – und wir können auch einen Blick auf den Infinity Pool werfen, wenn auch nur hinter einer Trennwand versteckt. Danach geht’s weiter zu zwei faszinierenden Kuppelgärten im Garden by the Bay – der Flower Dome und der Cloud Forrest. Im kleineren Flower Dome gibt es Pflanzen und Blumen aus der ganzen Welt zu bestaunen, eine beeindruckende botanische Sammlung. Die größere Kuppel, der Cloud Forrest, ist einem Regenwald auf 2.000 Meter Höhe nachempfunden und beheimatet seltene Pflanzen und wird mehrmals täglich künstlich benebelt, um das Klima und die Gegebenheiten im Regenwald zu imitieren. Es gibt auch einen Wasserfall und einen Orchideentunnel zu bewundern. Ich bin ganz hin und weg, sowas habe ich bisher noch nie gesehen. Ein faszinierender und einzigartiger Ort!

Nach diesem Ausflug in eine andere Welt geht es weiter zum Supertree Observatory, hier erwartet uns am Abend eine Lichtshow der Superlative. Die hohen künstlichen Bäume werden beleuchtet und im Takt der Musik wechselt das Farbenspiel, eine kreative Komposition und schön anzuschauen. Zuletzt machen wir uns auf den Weg zurück Richtung Stadtzentrum – mit einem Abstecher zu einem Hawkers Market (eine Art Foodcourt für traditionelle Street-Food Stände) und gönnen uns einen abendlichen Snack. Hier gibt es eine Riesenauswahl an asiatischen Köstlichkeiten und ich kann mich gar nicht entscheiden was ich essen will (schlussendlich koreanisch, mjam). Mit müden Füßen kommen wir im Hotel an, ein langer und anstrengender aber super interessanter Tag geht zu Ende.

Am nächsten Morgen starten wir mit einem klassischen Frühstück der Singapurer, Kaya Toast mit Kaffee und Tee. Es handelt sich dabei um einfache Toastscheiben mit einer Art Kokosnussmarmelade und Butter. Dazu bekommt man zwei sehr weichgekochte Eier serviert. Unser nächstes Ziel ist der botanische Garten von Singapur – er ist weitläufig und da heute die Sonne scheint, bin ich froh unseren Schirm dabei zu haben, es ist in der Sonne fast nicht auszuhalten. Die Temperaturen sind laut Wetterapp gefühlt um die 36 Grad und jede körperliche Anstrengung ist mühsam. So gehen wir gemütlich mit vielen Pausen durch den Park. An das Klima müssen wir uns erst noch gewöhnen. Der Park ist sehr schön angelegt und besteht aus vielen kleineren Gärten (Orchideen-, Regenwald-, Ingwer- und Medizingarten, alles ist dabei). Unter anderem fällt uns ein Schild auf, dass uns erklärt, wie wir uns verhalten sollen wenn wir auf einen Otter stoßen sollten. Leider werden wir die Info aber nicht brauchen – kein Otter in Sicht. Aber dafür sehen wir ein kleines Äffchen in den Bäumen herumklettern. Nach dem heißen Vormittag im Park stärken wir uns am Nachmittag mit einer Singapurer Spezialität – indisches Fischkopfcurry serviert auf einem Bananenblatt – in einem angenehm klimatisierten Lokal. Hier lässt sich die Mittagshitze gut aushalten. Auch heute machen wir eine Nachmittagspause im Hotel und gehen zum Sonnenuntergang noch einmal ins Stadtzentrum. Wir finden eine nette Bar mit toller Aussicht auf die Bucht und bestellen einen Singapur Sling. Damit lassen wir den Abend ausklingen.

An unserem letzten Tag in Singapur steht noch das National Museum of Singapur auf dem Programm, ein interaktives und modernes Geschichtsmuseum zur bewegenden Historie von Singapur. Wir lernen viel über die Kolonialzeit unter der Herrschaft von Großbritannien, die Zeit im zweiten Weltkrieg und die japanische Besetzung sowie danach das Streben nach Unabhängigkeit bis zur Anerkennung Singapurs als souveräner Stadtstaat. Ein gelungenes und interessantes Museum! Heute Nachmittag geht unsere Reise schon wieder weiter und wir werden mit dem Bus nach Malaysien einreisen, wenn alles klappt. Bis bald!

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