Anreise und erste Tage in Melbourne

Anreise und erste Tage in Melbourne

Am Donnerstagmorgen ist es endlich soweit – unsere Rucksäcke sind gepackt und wir starten unsere Reise in der Früh vom Bahnhof Feldkirch mit dem Zug nach Zürich und mit einem Stopp in Abu Dhabi weiter nach Melbourne. Das Wetter ist perfekt und die Sicht absolut grandios – wir fliegen über das Rheintal und erkennen unsere Heimat von hoch oben.

Der erste Flug verläuft absolut problemlos und wir landen pünktlich nach 6 Stunden in Abu Dhabi. Im zweiten Flieger sitzen wir perfekt platziert hinter einem Kind, dass mit voller Energie (stundenlangem Geschrei wie am Spieß) das gesamte Flugzeug wachhält. Zum Glück haben wir unsere Kopfhörer dabei und können trotz allem ein bisschen schlafen. Nach der Landung in Melbourne werden wir darüber informiert, dass aufgrund eines gesundheitlichen Notfalls niemand von Bord gehen darf. Aber „bitte bleiben Sie ruhig – es gibt keinen Grund zur Beunruhigung“ – sehr beruhigend! Weniger beruhigend – zuerst wird die vor uns sitzende Familie (inkl. schreiendem Energiebündel) allein aus dem Flugzeug gebeten und anschließend betritt ein mit Ganzkörperschutzanzug bekleideter Vertreter des Gesundheitsamts das Flugzeug. Gedanklich sind wir schon in 7-tägiger Corona-Quarantäne. Überraschenderweise dürfen wir aber eine halbe Stunde später das Flugzeug ohne Einschränkungen verlassen. Ich bin mental bereits bestens vorbereitet auf die bevorstehende Einreise und habe alle Dokumente griffbereit. Zu meiner Enttäuschung werden wir aber nicht einmal kontrolliert – kein Blick auf den Impfstatus, kein Stempel im Pass, nicht mal eine Frage, warum wir hier sind. Nach einer automatisierten Passkontrolle ist die Einreise abgeschlossen und wir stehen wahrhaftig in Melbourne auf der Straße. Wer hätte gedacht, dass es so einfach sein wird. Zu unserer Überraschung regnet es bei unserer Ankunft – was scheinbar aktuell gar nicht so selten ist in Melbourne. Bedecktes Wetter bei angenehmen 20° steht auch in den nächsten Tagen am Programm. Erschöpft, aber glücklich fahren wir mit dem Taxi ins Hotel, machen noch einen Schnelltest (um aus der Selbstquarantäne zu kommen – juhu, negativ!) und fallen ins Bett. Am nächsten Morgen um 4 werde ich schon wieder wach, der Jetlag lässt grüßen.

Unseren ersten Tag in Australien starten wir in einem hippen Café mit ausgiebigem Frühstück und exzellentem Kaffee. Wie sich herausstellt ist Melbourne übersäht mit trendigen Cafés, Bars und Restaurants. Auch wird die Kaffeekultur großgeschrieben (angeblich gibt es hier den besten Kaffee der Welt). Das alles erfahren wir bei einer geführten Walkingtour in der Innenstadt von Melbourne. Es gibt viel zu sehen: die angesprochenen coolen Lokale, ein Melting Pot an Menschen, die durch die kleinen Gassen wuseln und verschiedenste Straßenkünstler. Auch gibt es eine ausgeprägte Street-Art Kultur, die sich in den zahlreichen Graffitis und Murals widerspiegelt. Alles in allem gefällt uns die Stadt sehr gut, die vielen verschiedenen kulturellen Einflüsse und eine Mischung aus alt und neu machen Melbourne sehr besonders.

Am Nachmittag setzt sich der Jetlag durch und wir schlafen in einer kurzen Pause im Hotel sofort ein. Gegen Abend heißt es dann Essenssuche – was gar nicht so einfach ist bei der großen Auswahl. Chinesisch, thai, koreanisch, vietnamesisch, italienisch, spanisch, französisch – es gibt alles und in bester Qualität. Wir entscheiden uns (auf Empfehlung unseres Guides) für Xiao Long Bao in Chinatown – chinesische Teigtaschen gefüllt mit Suppe und Schwein bzw. Granelen, ein Genuss. Zum Abschluss des Tages gönnen wir und noch einen Cocktail in einer gemütlichen Bar bevor wir wieder im Hotel ins Bett fallen.

Am Sonntag startet unser Tag mit einem Besuch beim Queen Victoria Market, wo man wirklich alles bekommt. Frische exotische Früchte, jegliches Fleisch (auch Känguru), Fisch, aber auch hippen Filterkaffee, den wir zusammen mit einem Vanilla Slice (Kuchen) als Frühstück verkosten. Anschließend organisieren wir uns zwei australische Sim-Karten, um auch unterwegs mit Internet versorgt zu sein. Fortbewegen tun wir uns größtenteils zu Fuß oder mit der gratis Straßenbahn im Stadtzentrum. Danach geht es in die National Galley of Victoria, die Kunstwerke einer kleinen weiblichen Aborigine-Gemeinschaft gefallen uns am besten (Bark Ladies).

Den Nachmittag verbringen wir dann umgeben von schöner Flora und Fauna im royalen botanischen Garten. Wir lauschen dem Vogelgesang bei einem gemütlichen Kaffee und zwei Scones und sind begeistert von den wunderschönen Pflanzen im Park.

Anschließend fahren wir mit der Circular Straßenbahn einmal um das Stadtzentrum herum und unternehmen einen Abstecher in das Stadtviertel Fitzroy, wo wir den Tag beim Abendessen + Eis ausklingen lassen. Unser weiterer Plan sieht aktuell so aus, dass wir noch bis Mittwochmorgen in Melbourne sein werden und dann unseren Camper Van für die weitere Reise entlang der Ostküste abholen werden. Wir melden uns bald wieder mit einem Update, bis bald!

2 Antworten zu “Anreise und erste Tage in Melbourne”

  1. Hallo Claudia und Thomas. Schön zu hören dass es euch gut geht!! Und wie man lesen kann, habt ihr schon einiges gemacht (auch schon einen botanischen Garten). Und wir freuen uns schon sehr über euren weiteren Bericht, der bisher schon sehr ausführlich ausgefallen ist!! Viele schöne Erfahrungen noch und „we keep in touch“. Glg

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